Kurs Details

Kurs Name Emotionale Herausforderungen im Wochenbett - Belastungen einordnen und adäquat begleiten
Themen Gruppe Geburt, Stillen und Wochenbett, Spezielle Kurse
Zielgruppe Hebammen, Entbindungspfleger, Fachpersonal aus Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung und Familienbegleitung
Details

Eine Schwangerschaft und das anschließende Wochenbett stellen im Leben von Frauen eine Phase intensiver körperlicher und emotionaler Veränderungen dar, auf die Frauen per se sehr unterschiedlich reagieren. Dabei zeigen sich möglicherweise Verhaltensweisen, in denen sich Unsicherheit, Überforderung und Herausforderung spiegeln, die aber auch Ausdruck einer postpartalen psychischen Erkrankung sein können. Darüber hinaus können auch Erfahrungen unter der Geburt oder das Gefühl „es nicht gut gemacht zu haben“ zu großem, emotionalem Stress führen.

Manche Frauen beschreiben z.B. nach einer Sectio Gefühle von Enttäuschungen, sie leiden unter massiven Schuld-/Versagensgefühlen nach einer Frühgeburt und betrauern das vorzeitige Ende der Schwangerschaft. Oft fällt es ihnen schwer, ihre Gedanken mitzuteilen, so dass diese in einem guten Gesprächsrahmen sortiert und eingeordnet werden können. Hebammen sind hier in einer Schlüsselposition. Sie sind oft die ersten Ansprechpartner:innen, denen sich Frauen und Familien anvertrauen und von denen sie sich Unterstützung erhoffen.

Dieser praxisorientierte Workshop richtet sich an Hebammen, die ihre Kompetenzen in der Begleitung von Frauen mit Blick auf die emotionalen Herausforderungen im Wochenbett erweitern möchten. Die Teilnehmerinnen erhalten fundiertes Hintergrundwissen zu den genannten Themenfeldern, konkrete Handlungshilfen sowie niedrigschwellige, alltagstaugliche Unterstützungsansätze und -interventionen für ihre tägliche Arbeit. Sie lernen, belastete Frauen frühzeitig zu erkennen, angemessen zu reagieren und unterstützende Maßnahmen sicher anzuwenden, sowie ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen in der Begleitung zu identifizieren.

 

Inhalte des Workshops:

-       Sensibilisierung für emotionale Belastungen und Herausforderungen im Wochenbett:

·         Früherkennung von Symptomen postpartaler Depressionen

o    Abgrenzung von Baby Blues und postpartaler Depressionen

o    Vorstellung von Screeningverfahren u.a. EPDS

·         Einordnung und Umgang mit belastenden Geburtserfahrungen

·         Unterstützung von Frauen nach Frühgeburt

o    während des Klinikaufenthalts des Kindes

o    beim Übergang nach Hause

-       Vermittlung von praxisnahen, niederschwelligen Interventionen für die Hebammenarbeit

o    Stärkung der Gesprächsführungskompetenz im sensiblen Kontext

-       Reflexion der eigenen Rolle und Handlungsmöglichkeiten (mit Blick auf Möglichkeiten und Grenzen der Betreuung)

 

Methoden:

Fachlicher Input
Fallbeispiele aus der Praxis
Austausch und Reflexion
Kollegialer Austausch & Raum zum Üben von praktischen Intervention und Gesprächsführung

Lernziel

Die Teilnehmerinnen erhalten fundiertes Hintergrundwissen zu den genannten Themenfeldern sowie konkrete Handlungshilfen für ihre tägliche Arbeit. Sie lernen, belastete Frauen frühzeitig zu erkennen, angemessen zu reagieren und unterstützende Maßnahmen sicher anzuwenden.

Kursleitung
Stefanie Heer
Dipl.-Psychologin & Systemische Therapeutin (DGSF) / Supervision (SG)
Kosten
Fortbildungsstunden 9 Fortbildungsstunden

Geburt: 2
Wochenbett: 6
Fachkompetenz: 1

Anerkennung Die Fortbildung ist geeignet im Sinne des § 7 BerO für Hebammen NRW.
QM-Punkte

Mit Inkrafttreten des neuen Hebammenhilfsvertrags gilt für Neuanfängerinnen und alle die noch kein QM-Handbuch führen, die Pflicht zum Qualitätsmanagement (QM) und der damit verbundene Nachweis einer QM-Fortbildung. Unsere Fortbildungen liefern Ihnen ebenfalls QM-Punkte. Um zu erfahren, wie viele QM-Punkte bei der von Ihnen gewünschten Fortbildung erreicht werden können, sprechen Sie uns gerne einfach an.

Termine

Zurzeit wird hierzu Kein Kurs angeboten.

Bei Interesse bieten wir diesen Kurs auch als Inhouse-Seminar an.

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